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Streckgitter

Streckgitter – in der Fachsprache oft als Streckmetall bezeichnet – repräsentieren eine der faszinierendsten und effizientesten Produktgruppen im modernen Metallbau. Im Gegensatz zu Lochblechen, bei denen Material ausgestanzt wird, oder Drahtgittern, die verwoben oder verschweißt werden müssen, entsteht Streckgitter aus einem einzigen Stück Metall.

Durch einen simultanen Prozess aus Einschneiden und Strecken (Dehnen) wird das Ausgangsmaterial ohne Materialverlust in eine dreidimensionale Gitterstruktur umgeformt. Das Ergebnis ist ein extrem widerstandsfähiges, halbtransparentes Flächengebilde ohne Schweißnähte oder lose Verbindungen. Diese einzigartige Charakteristik macht Streckgitter zur ersten Wahl für Anwendungen, die eine Kombination aus technischer Stabilität, Durchlässigkeit (Licht, Luft, Schall) und markanter Ästhetik erfordern.

Die entscheidenden Vorteile von IBS Streckgittern auf einen Blick:

  • Ressourceneffizienz: Nachhaltige Fertigung ohne Stanzabfälle (Schrott).
  • Homogene Struktur: Fest verbundenes Materialgefüge „aus einem Guss“ – keine gelösten Drähte.
  • Dreidimensionalität: Hohe Steifigkeit bei geringem Gewicht und exzellente Rutschhemmung je nach Masche.
  • Vielfalt: Verfügbar als klassische Rautenmasche, Langstegmasche oder Designstruktur.

IBS Streckgitter: Robustes Streckmetall aus einem Guss. Nachhaltige, dreidimensionale Strukturen garantieren höchste Stabilität und Rutschhemmung für Architektur und Industrie.

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Material
Stegbreite
bis Suchen
Stärke
bis Suchen
Breite
Länge
Flachgewalzt
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Nummer
Material
Masche
Stegbreite
Stärke
Format
Flachgewalzt
Menge
Einheit
Anfrage
1001099
Aluminium
10
x
7,62
mm
1,4
mm
1
mm
1000
mm
Ja
Max:
Min: 1
Step: 1
1001101
Stahl blank
10
x
5
mm
1
mm
0,8
mm
1000
mm
Nein
Max:
Min: 1
Step: 1
1001102
Stahl blank
10
x
6
mm
1
mm
0,8
mm
1000
mm
Nein
Max:
Min: 1
Step: 1
1001105
Stahl blank
20
x
8
mm
2
mm
1
mm
1000
mm
Nein
Max:
Min: 1
Step: 1
1001106
Stahl blank
28
x
9
mm
1
mm
1
mm
1000
mm
Nein
Max:
Min: 1
Step: 1
1001108
Stahl blank
30
x
10
mm
2
mm
1
mm
1000
mm
Nein
Max:
Min: 1
Step: 1
1001109
Stahl blank
30
x
10
mm
2
mm
1
mm
1250
mm
Nein
Max:
Min: 1
Step: 1
1001110
Stahl blank
30
x
9
mm
2
mm
2
mm
1500
mm
Nein
Max:
Min: 1
Step: 1
1001111
Stahl blank
42
x
14
mm
2
mm
1
mm
1000
mm
Nein
Max:
Min: 1
Step: 1
1001112
Stahl blank
43
x
13
mm
2,5
mm
1
mm
1000
mm
Nein
Max:
Min: 1
Step: 1
1001121
Stahl blank
62
x
26
mm
2
mm
1
mm
1000
mm
Nein
Max:
Min: 1
Step: 1
1001122
Stahl blank
62
x
26
mm
3
mm
2
mm
1500
mm
Nein
Max:
Min: 1
Step: 1
1001126
Stahl blank
200
x
80
mm
6
mm
3
mm
1000
mm
Nein
Max:
Min: 1
Step: 1
1001128
1.4301 Edelstahl
3,5
x
1,9
mm
0,5
mm
0,5
mm
1000
mm
Nein
Max:
Min: 1
Step: 1
1001129
1.4301 Edelstahl
6
x
3,5
mm
0,8
mm
0,5
mm
1000
mm
Nein
Max:
Min: 1
Step: 1
1001130
1.4301 Edelstahl
8
x
4
mm
1
mm
0,8
mm
1000
mm
Nein
Max:
Min: 1
Step: 1
1001131
1.4301 Edelstahl
10
x
5
mm
1
mm
0,5
mm
1000
mm
Nein
Max:
Min: 1
Step: 1
1001134
1.4301 Edelstahl
20
x
15
mm
1,7
mm
1,5
mm
1000
mm
Ja
Max:
Min: 1
Step: 1
1001135
1.4301 Edelstahl
20
x
15
mm
1,7
mm
1,5
mm
1500
mm
Ja
Max:
Min: 1
Step: 1
1001138
Sendzimirverzinkt
10
x
6
mm
1,2
mm
1
mm
1000
mm
Nein
Max:
Min: 1
Step: 1
1001139
Sendzimirverzinkt
20
x
15
mm
1,7
mm
1,5
mm
1500
mm
Nein
Max:
Min: 1
Step: 1
1001229
Stahl blank
200
x
80
mm
mm
mm
1000
mm
Nein
Max:
Min: 1
Step: 1
1001272
1.4301 Edelstahl
0,75
x
0,55
mm
0,2
mm
0,15
mm
300
mm
Nein
Max:
Min: 1
Step: 1
1001609
Stahl blank
8
x
4
mm
1
mm
1
mm
1000
mm
Nein
Max:
Min: 1
Step: 1
1001664
1.4301 Edelstahl
8
x
4
mm
1
mm
1
mm
1000
mm
Nein
Max:
Min: 1
Step: 1
123

Streckgitter – Vielseitiges Streckmetall für Architektur & Industrie

Fertigungstechnologie: Der Streckprozess im Detail

Die Herstellung von Streckgittern basiert auf einem hochpräzisen Kaltverformungsverfahren, das sich grundlegend von der Produktion gewobener Gitter unterscheidet. Dieser Prozess ist nicht nur wirtschaftlich, sondern verleiht dem Material seine spezifischen physikalischen Vorzüge.

1. Das Scher- und Streckverfahren

Das Ausgangsmaterial (Coil oder Tafelblech) wird einem speziellen Messerwerkzeug zugeführt. Ein gezahntes Obermesser senkt sich auf das Untermesser ab und führt zeitgleich zwei Bewegungen aus: Es schneidet das Blech an definierten Stellen ein und drückt das Material gleichzeitig nach unten und vorne weg. Durch diese laterale Dehnung „öffnet“ sich das Metall zur typischen Masche. Da kein Material entfernt wird, entspricht das Gewicht des fertigen Gitters exakt dem des Ausgangsblechs, jedoch bei vielfach größerer Fläche.

2. Die dreidimensionale Ausformung

Im Standardprozess entstehen Maschen mit einer räumlichen Tiefe. Die sogenannten Stege stehen schräg zur Ebene der ursprünglichen Platte. Dies sorgt für:

  • Erhöhte Biegesteifigkeit: Die 3D-Struktur wirkt statisch wie viele kleine Profile und erhöht das Trägheitsmoment.
  • Licht- und Luftlenkung: Je nach Blickwinkel wirkt das Gitter transparent oder geschlossen.
  • Griffigkeit: Die schrägstehenden Kanten bieten bei begehbaren Gittern (z.B. Laufstegen) natürlichen Halt.

3. Flachgewalzte Ausführung (Optional)

Für Anwendungen, die eine völlig plane Oberfläche erfordern, kann das Streckgitter nach dem Streckprozess zusätzlich gewalzt werden. Hierbei werden die aufgestellten Stege wieder in die Ebene gedrückt. Das Gitter wird dadurch etwas dünner, die Maschenöffnung vergrößert sich leicht, und die Oberfläche wird glatt – ideal für Rahmenfüllungen, bei denen Verletzungsgefahr minimiert werden muss.


Werkstoffspezifikationen und Materialkunde

Da Streckgitter in unterschiedlichsten Umgebungen – von der chemischen Industrie bis zur designorientierten Innenarchitektur – eingesetzt werden, ist die Wahl der richtigen Legierung essenziell. Wir orientieren uns dabei an den gängigen Industriestandards.

Stahl (S235JR / Feinblech DC01)

Der Klassiker für den schweren Stahlbau, Zaunanlagen und Maschinenschutz.

  • Blank / Unbehandelt: Diese Variante wird gewählt, wenn das Gitter nach der Verarbeitung (z.B. Einschweißen in Rahmen) noch weiterveredelt wird. Es ist die kostengünstigste Option, erfordert aber zwingend einen Korrosionsschutz (Lackierung, Pulverbeschichtung).
  • Feuerverzinkt (nach DIN EN ISO 1461): Hierbei wird das Gitter oft nachträglich im Tauchbad verzinkt. Vorteil bei Streckgitter: Durch die offene Struktur kann das Zink perfekt ablaufen und bildet an den Stegkanten sogar einen etwas dickeren Kantenschutz. Ideal für den Außeneinsatz.

Aluminium (AlMg3 / EN AW-5754)

Aufgrund des geringen Gewichts und der einfachen Bearbeitbarkeit ist Aluminium der Standard für Fassadenverkleidungen und Deckenabhängungen.

  • Beständigkeit: Aluminium bildet eine natürliche Oxidschicht, die es vor Witterungseinflüssen schützt.
  • Eloxal & Pulverbeschichtung: Aluminium-Streckgitter sind der ideale Träger für farbige Pulverbeschichtungen. Da keine Schnittkanten rosten können (anders als bei Stahl), bleibt die Optik dauerhaft makellos. Nachträgliches Eloxieren ist ebenfalls möglich und erzeugt eine metallisch-edle Anmutung.

Edelstahl (V2A / V4A)

Unverzichtbar in der Lebensmittelindustrie, Filtertechnik und chemischen Verfahrenstechnik.

  • 1.4301 (V2A): Der Standard-Edelstahl für korrosionsbeständige Anwendungen im Innen- und Außenbereich (ohne hohe Salzbelastung).
  • 1.4571 (V4A): Für aggressive Umgebungen (Chlor, Salzwasser, Industrieabgase). Da Streckgitter keine Schweißpunkte besitzen, gibt es keine interkristalline Korrosion an Verbindungsstellen – ein riesiger Vorteil gegenüber geschweißten Gittern in Säureumgebungen.

Technische Parameter und Normierung (DIN 791)

Um Streckgitter präzise zu definieren, verwenden wir Fachbegriffe gemäß DIN 791. Das Verständnis dieser Maße ist für die korrekte Bestellung entscheidend:

  • Maschenlänge (L): Der Abstand von Mitte Knotenpunkt zu Mitte Knotenpunkt in Richtung der langen Diagonale (Längsrichtung der Raute).
  • Maschenbreite (B): Der Abstand von Mitte Knotenpunkt zu Mitte Knotenpunkt in Richtung der kurzen Diagonale.
  • Stegbreite (c): Die Breite des zwischen den Öffnungen verbleibenden Materials. Sie bestimmt maßgeblich die optische Durchlässigkeit und das Gewicht.
  • Stegdicke (s): Die Dicke des verwendeten Ausgangsmaterials.
  • Freier Querschnitt: Ein prozentualer Wert, der angibt, wie viel Luft oder Licht durch die Fläche dringen kann. Dies ist entscheidend für Lüftungsgitter oder akustische Verkleidungen.

Hinweis zur Toleranz: Produktionsbedingt können Streckgitter leichte Säbeligkeit (Krümmung über die Länge) aufweisen, die jedoch beim Einbau in Rahmen meist eliminiert wird.


Anwendungsgebiete im Detail

Die Vielseitigkeit von Streckmetall erlaubt den Einsatz in nahezu jedem Industriesektor. Hier einige spezifische Szenarien:

Architektur und Fassadendesign

Streckgitter fungieren als „zweite Haut“ an Gebäuden. Sie bieten effektiven Sonnenschutz, indem sie steil einfallende Sonnenstrahlen durch die lamellenartigen Stege blockieren, während diffuses Tageslicht weiterhin ins Innere gelangt (energetische Optimierung). Nachts kehrt sich der Effekt um: Innenbeleuchtung lässt die Fassade transparent wirken.

Industrieböden und Laufstege

Schwere Streckgitter (oft aus 3-5 mm Stahl) sind Standard für Wartungsbühnen und Treppenstufen. Durch die aufgestellten Stege entsteht eine natürliche Rutschhemmung (R-Klasse), die oft besser ist als bei Tränenblechen. Zudem fallen Schmutz, Schnee und Flüssigkeiten einfach durch die Maschen, was die Sicherheit erhöht.

Filtertechnik und Siebanlagen

Im Gegensatz zu Drahtgeweben ist Streckgitter starr. Es wird daher oft als robustes Stützgewebe (Support Mesh) in plissierten Filterelementen eingesetzt. Es verhindert, dass feinere Filtermedien unter hohem Druck kollabieren.

Automotive und Maschinenbau

Vom Kühlergrill beim LKW bis zur Lautsprecherabdeckung im Interieur: Streckgitter schützen empfindliche Bauteile vor Steinschlag oder mechanischer Beschädigung, ohne den Luftstrom oder Schallwellen signifikant zu bremsen.


Verarbeitungshinweise für Metallbauer

Streckgitter lassen sich ähnlich wie Bleche verarbeiten, erfordern jedoch einige Kniffe:

  1. Zuschnitt: Verwenden Sie idealerweise eine Schlagschere. Das Schneiden mit dem Winkelschleifer ist möglich, erzeugt aber scharfe Grate.
    Achtung: Beim Schneiden von Rautenmaschen entstehen immer „offene“ Rautenenden. Diese sind messerscharf und müssen geschützt werden.
  2. Rahmung: Das Einfassen in U-Profile, Winkelprofile oder speziell geschlitzte Rechteckrohre ist fast unumgänglich, um die Kanten zu sichern und dem Element Stabilität zu geben.
  3. Schweißen: Da das Gitter massiv ist, lässt es sich sehr gut per MAG oder WIG an Rahmenkonstruktionen schweißen. Achten Sie darauf, den Schweißpunkt am Knotenpunkt (Kreuzungspunkt der Stege) zu setzen, da dort am meisten Material zur Wärmeableitung vorhanden ist.
  4. Ausrichtung: Streckgitter haben eine Richtung! Achten Sie beim Zuschnitt mehrerer Platten darauf, dass die Maschenrichtung („Laufrichtung“) identisch ist, sonst ändert sich die Lichtbrechung optisch drastisch von Platte zu Platte.

Experti-Tipp zur Montage: Nutzen Sie den „Jalousie-Effekt“ gezielt aus! Montieren Sie das Streckgitter so, dass die Stege nach unten hin „blickdicht“ wirken (Dachziegel-Prinzip). So verhindern Sie bei Fassadenverkleidungen oder Sichtschutzwänden den Einblick von außen (von unten nach oben), erlauben aber den Ausblick von innen (von oben nach unten) und lassen Regenwasser besser ablaufen.


Warum IBS Ihr Partner für Streckgitter ist

Wir bei IBS Gitter verstehen die technischen Nuancen zwischen einer filigranen Design-Masche und einem hochbelastbaren Laufsteggitter. Wir liefern nicht nur Ware, sondern Lösungen.

Unser Service-Portfolio:

  • Maßgenaue Anarbeitung: Wir schneiden Streckgitter exakt auf Ihre Einbaumaße, sodass Sie auf der Baustelle keinen Verschnitt haben.
  • Oberflächenveredelung: Auf Wunsch liefern wir fertig pulverbeschichtete oder feuerverzinkte Elemente, bereit zur Montage.
  • Technische Beratung: Wir helfen Ihnen bei der Bestimmung des freien Querschnitts für Lüftungsanwendungen oder der Traglastberechnung für begehbare Flächen.